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29.05.2026

Anwendungen mit KI im Tourismus – Wohin geht die Reise?

Das Forschungsprojekt KI-Tour an der IMC Krems gibt erste Antworten aus der Praxis. Chatbots, automatisierte Texte, smarte Gästeanalysen – die Möglichkeiten klingen überzeugend. Für welche Betriebe und welche Aufgaben KI tatsächlich Sinn ergibt, untersucht das Projekt KI-Tour an der IMC Krems. Beim Zukunftsheuriger an Stift Göttweig trafen sich am 27. Mai Betriebe, Forschende und Expertinnen – und tauschten sich offen über Erfahrungen aus dem Betriebsalltag aus.
blurhash Projektleiterin Claudia Bauer-Krösbacher präsentiert die Vorzüge und die Möglichkeiten die KI in der Tourismusbranche bietet.

Zwischen Möglichkeit und Realität

 

Wer heute über KI im Tourismus liest, findet vor allem Beispiele aus großen Hotelkonzernen oder internationalen Buchungsplattformen. Ein Weinbauernhof im Kamptal oder ein kleines Wirtshaus im Mostviertel arbeitet unter anderen Bedingungen. Wenig Personal, knappe Budgets, viel Saisongeschäft – da klingt der Hinweis auf KI schnell abstrakt.

 

Genau diese Lücke zwischen technischer Möglichkeit und betrieblicher Wirklichkeit ist der Ausgangspunkt des Forschungsprojekts KI-Tour an der IMC Krems. Projektleiter Markus Walter Eitle und Projektleiterin Claudia Bauer-Krösbacher und ihr Team untersuchen, welche KI-Anwendungen im österreichischen Tourismus tatsächlich ankommen und was sie in der Praxis leisten.

 

Ein Abend mit ehrlichen Antworten

 

Am 27. Mai 2026 lud das Haus der Digitalisierung zum Zukunftsheuriger KI und Tourismus nach Stift Göttweig ein. Gerhard Reisinger, Markus Walter Eitle, Claudia Bauer-Krösbacher, Eveline Gruber-Jansen, Nino Begic brachten Erfahrungen aus verschiedenen Blickwinkeln ein. Betriebsinhaberinnen und Tourismusverantwortliche aus der Region beschrieben, wo sie mit KI bereits experimentieren und wo noch Fragezeichen stehen. Das ergab Gespräche, die konkreter ausfielen als in einem klassischen Vortragssetting.

 

Eine Beobachtung zog sich durch den Abend: Die Technologie selbst ist selten das eigentliche Hindernis. Was Zeit kostet, ist die Einarbeitung. Ein KI-Tool liefert dann gute Ergebnisse, wenn man weiß, wie man ihm Aufgaben stellt. Und dieses Wissen entsteht nicht beim ersten Versuch.

Was die Forschung bisher zeigt

 

Aus dem KI-Tour-Projekt zeichnen sich drei Bereiche ab, in denen kleinere Tourismusbetriebe besonders greifbar von KI profitieren können.

 

In der Gästekommunikation sparen automatisierte Antworten auf häufige Anfragen Zeit, sobald sie richtig eingerichtet sind. Das setzt voraus, dass das Team im Vorfeld typische Fragen und passende Antworten definiert hat.

 

Bei der Erstellung von Marketingtexten für Webseiten oder Social Media arbeiten viele Betriebe schon heute mit KI. Die Ergebnisse sind aber nur dann überzeugend, wenn jemand den Text überarbeitet und an die eigene Sprache anpasst. Roh übernommene KI-Texte klingen meistens nicht nach dem Betrieb.

 

Die Auswertung von Gästebewertungen ist ein dritter Bereich. Wer Hunderte von Kommentaren auf verschiedenen Plattformen hat, kann mit KI Muster erkennen, die manuell kaum aufzufinden wären – wiederkehrende Kritikpunkte, Saisonunterschiede in der Zufriedenheit oder spezifische Wünsche bestimmter Gästegruppen.

Unterstützung für Betriebe in Niederösterreich

 

Das Haus der Digitalisierung begleitet Tourismusbetriebe in Niederösterreich bei der Frage, ob und wie KI für den eigenen Betrieb passt. Der Knotenstandort an der IMC Krems ist dafür die erste Anlaufstelle in der Region.

 

Wer am KI-Tour-Projekt mitwirken oder sich über Ergebnisse informieren möchte, kann sich direkt an die IMC Krems wenden. Ansprechperson ist Markus Walter Eitle (markus.eitle@imc.ac.at) und Claudia Bauer-Krösbacher (claudia.bauer-kroesbacher@imc.ac.at).

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