#
24.09.2026

Studie: Generative KI bringt bereits heute deutliche Produktivitätsgewinne

Land NÖ, Wirtschaftskammer NÖ, IV NÖ und Haus der Digitalisierung bringen Whitepaper in die Unternehmen
blurhash
Generative Künstliche Intelligenz bringt bereits heute messbare Produktivitätsgewinne im Büroalltag. Das zeigt die aktuelle Studie „GenAI Produktivität am Arbeitsplatz“ der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems. An der Erhebung beteiligten sich 1.196 Büromitarbeiterinnen und Büromitarbeiter aus österreichischen Unternehmen; 1.016 valide Datensätze flossen in die Auswertung ein. Das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und das Haus der Digitalisierung stellen die Ergebnisse nun als Whitepaper für Unternehmen zur Verfügung und verbreiten sie über ihre Newsletter, Medien und Netzwerke.
 
„Künstliche Intelligenz ist längst Teil unserer Arbeitswelt. Entscheidend ist, dass wir ihre Möglichkeiten verantwortungsvoll und mit klarem Mehrwert für die Menschen und unsere Betriebe nutzen. Die Studie zeigt, dass generative KI schon heute Arbeitsabläufe effizienter machen kann. Mit dem Whitepaper bringen wir diese Erkenntnisse direkt zu den niederösterreichischen Unternehmen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
 
 
Bis zu 20 Prozent Zeitgewinn – und noch viel Potenzial
 
Rund ein Fünftel der befragten GenAI-Nutzerinnen und -Nutzer erzielt bereits wöchentliche Zeiteinsparungen von zehn bis 20 Prozent der Arbeitszeit. Gleichzeitig verfügen fast 70 Prozent der Anwenderinnen und Anwender über weniger als ein Jahr GenAI-Erfahrung, und weniger als 30 Prozent nutzen die Technologie täglich. Besonders bemerkenswert: Auch mit geringer Erfahrung sind rasche Effizienzgewinne möglich.
 
„Generative KI leistet bereits heute einen messbaren Beitrag zur Produktivität. Zugleich stehen viele Beschäftigte noch am Anfang der Lernkurve. Genau darin liegt enormes Potenzial: Wer GenAI im Arbeitsalltag ausprobiert und erste Erfolge erlebt, kann sehr schnell einen konkreten Nutzen erzielen“, erklärt Michael Bartz, Professor am IMC Krems und Forschungsprojektleiter der Studie.
 
Die gewonnene Zeit fließt überwiegend zurück in die Arbeit: 64 Prozent reagieren schneller auf Anfragen oder liefern Ergebnisse rascher, 63 Prozent erledigen mehr Aufgaben pro Tag und 54 Prozent investieren die Zeit in höherwertige Tätigkeiten. Zu den häufigsten Einsatzfeldern zählen das Verbessern und Zusammenfassen von Texten, Recherche, Übersetzungen sowie die Strukturierung von Wissen.
 
„Für unsere Betriebe zählt der konkrete Nutzen. Wenn Routineaufgaben schneller erledigt werden und dadurch mehr Zeit für Kundinnen und Kunden, neue Ideen oder anspruchsvollere Aufgaben entsteht, wird KI zum Wettbewerbsvorteil. Das Whitepaper zeigt, wo Unternehmen praxisnah ansetzen können, mit unseren TIP – Technologie- und InnovationsPartnern unterstützen wir bei der entsprechenden Umsetzung“, so Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.
 
Führung, sichere Werkzeuge und klare Regeln
 
Die Studie macht auch deutlich, dass erfolgreiche KI-Nutzung nicht allein eine technische Frage ist. Führungskräfte und interne Vorbilder spielen eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig sind freigegebene Werkzeuge und klare Regeln: Fehlen geeignete Unternehmenslösungen, steigt das Risiko, dass Beschäftigte auf private oder nicht freigegebene Anwendungen ausweichen.
 
„Produktivität ist ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandortes. Generative KI bietet hier große Chancen. Dafür braucht es klare Rahmenbedingungen, sichere Anwendungen und Führungskräfte, die den Wandel aktiv gestalten“, erklärt Karl Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich.
 
Whitepaper, Digital Austria und Workshops für Unternehmen
 
Mit der gemeinsamen Verteilung des Whitepapers wollen Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Haus der Digitalisierung Awareness schaffen und Unternehmen den Einstieg erleichtern. Die Initiative ergänzt die Beteiligung des Hauses der Digitalisierung an der Wirtschaftsplattform von Digital Austria und stärkt damit die Kompetenzoffensive rund um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
 
„Mit dem Whitepaper schaffen wir Awareness, mit unseren Workshops bringen wir das Thema in die konkrete Anwendung. Unternehmen sollen KI selbst ausprobieren und unmittelbar erleben können, wo sie im Arbeitsalltag Nutzen stiftet. Die Vernetzung über Digital Austria verstärkt diese Kompetenzoffensive zusätzlich“, betonen die Haus der Digitalisierung Geschäftsführer Lukas Reutterer und Claus Zeppelzauer.
 
Zur Studie
Die Studie "GenAI Produktivität am Arbeitsplatz" wurde von der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems durchgeführt. Forschungsprojektleiter ist Professor Michael Bartz, weitere Autorinnen und Autoren sind Doris Berger-Grabner, Denise Kleiss und Ruben Ruiz Torrubiano. Quelle der Studienergebnisse: IMC Krems. Führungskräfte und Personalmanagerinnen & Personalmanager können sich direkt bei Prof. Bartz für das KI-Leadership Netzwerk anmelden: michael.bartz@imc.ac.at  
 
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund
3d Form im Hintergrund